Häufiges Wasserlassen ist ein ernstzunehmendes Zeichen

Häufiges Wasserlassen ist ein ernstzunehmendes Zeichen

Vermehrtes Wasserlassen ist ein Symptom, das den meisten Menschen selbst auffällt, wenn es auftritt. Entweder muss derjenige häufiger die Toilette aufsuchen, was in der medizinischen Fachsprache Pollakisurie genannt wird, oder die Menge an ausgeschiedenem Urin ist erhöht, was Polyurie genannt wird. Natürlich können beide Phänomene auch zusammen auftreten. Die harmloseste Ursache für vermehrtes Wasserlassen ist eine erhöhte Trinkmenge. Je mehr Flüssigkeit dem Köper zugeführt wird, desto mehr scheidet er aus. Aber auch ein erhöhtes Durstgefühl und damit eine Erhöhung der Trinkmenge können ernsthaftere Ursachen haben. Die Wichtigste ist die Zuckerkrankheit, der Diabetes mellitus, für die vermehrter Harndrang und erhöhter Durst oft die ersten Anzeichen sind. Bei einer Entzündung der Blase oder der Harnwege besteht meistens erhöhter Harndrang. Hierbei werden oft in kurzen Abständen kleine Mengen Urin ausgeschieden, und gleichzeitig ist das Wasserlassen selbst mit Schmerzen verbunden. Auch ernsthafte Nierenerkrankungen bis hin zum Nierenversagen haben in ihrem Verlauf Phasen von erhöhter Urinproduktion und –ausscheidung. Bei manchen Menschen staut sich das Wasser im Körper aus anderen organischen Gründen. Zum Beispiel bei Herzschwäche ist das Herz nicht mehr richtig in der Lage, das Blut durch den Körper zu pumpen, Wasser staut sich besonders in den Beinen im Laufe des Tages an. Auch bei einer Schwäche der Venen oder der Lymphbahnen staut sich umso mehr Wasser in den Beinen, je länger man zum Beispiel am Arbeitsplatz im Stehen arbeiten muss. Abends, wenn man dann die Füße hoch legt, und nachts im Liegen hat der Körper es dann leichter, weil er nicht mehr gegen die Schwerkraft anpumpen muss. Das im Laufe des Tages angesammelte Wasser gelangt über den Kreislauf in die Nieren und wird von dort aus als Urin über die Blase ausgeschieden. Hier ist vermehrtes Wasserlassen also eine normale Reaktion des Körpers auf eine Fehlfunktion. Das Gleiche geschieht bei der Einnahme von Medikamenten, die die Herzfunktion unterstützen. Viele dieser Medikamente haben einen harntreibenden Effekt. Auch bei der nervösen Reizblase ist der Harndrang verstärkt. Bild : © Rainer Sturm / pixelio.de

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